Gauselmann übernimmt Westspiel-Casinos

Jetzt ist es amtlich was viele von Anfang an auch prognostiziert hatten. Die Gauselmann Gruppe übernimmt die 4 Spielbanken in NRW.

Da die Westspiel-Casinos Bremen und Bremerhaven bereits verkauft sind ging es nur noch um die verbliebenen Casinos, Dortmund, Duisburg, Bad Oeynhausen und Aachen.

Durch den Verkauf besteht für das Unternehmen auch die Möglichkeit, 2 weitere/geplante Spielbanken in NRW zu eröffnen.

In Zukunft wird es dann wohl nicht mehr Westspiel-Casino heißen sondern Merkur Spielbanken.

Das hat sich auch bereits in den letzten 2 Jahren abgezeichnet denn zu mindestens Dortmund und Duisburg wurden sehr Merkur lastig.

Viele Angestellte haben sich seit Bekanntgabe der Veräußerung/Privatisierung Gedanken gemacht über ihren Arbeitsplatz.

Das sich quasi alles verändern wird wenn die Gauselmann Geschäftsführung das Zepter übernimmt.

Die Gauselmann Gruppe ist aber auch irgendwie ein Familien-Unternehmen das Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern zeigt.

Das hat die Pandemie gezeigt in der das Unternehmen versucht, ihre Mitarbeiter zu halten.

Von daher glaube ich nicht das sich die Befürchtungen, das sich alles verändert oder großartig weniger bezahlt wird, bewahrheiten wird.

Natürlich wird es hier oder da finanzielle oder auch personelle Veränderungen geben, das ist völlig normal.

Wie es aber letztlich aussehen wird und welche Veränderungen es mit sich bringt, werden wir sehen.

Hoffen wir mal das sich nicht all zu viel ändert und es zu einer “modernen Spielhalle” mutieren wird, obwohl mir Magdeburg im Prinzip gefallen hat.

Dennoch muss dieses gewisse Flair was Dortmund auszeichnet bleiben, dass ist meine Meinung.

Spielbanken NRW

 

Übernimmt Gauselmann Westspiel Casinos ?

Am 28.05.2020 hat der Nordrhein-westfälische Landtag beschlossen, die 5 Westspiel Casinos als Paket zu verkaufen. Darunter befinden sich die folgenden Spielbanken:

Westspiel

Nachdem bekannt wurde, dass die zum Land gehörigen Westspiel-Spielbanken privatisiert werden sollen, kam es vor gut 2 Jahren schon zu reichlich Spekulationen.

Denn schon da wurde die Gauselmann Gruppe als potentieller Kandidat gehandelt.

Diese Vermutung rückt jetzt immer mehr in den Fokus, denn die Gauselmann Gruppe zeigt durchaus Interesse.

Aber zu welchem Preis ist die Gruppe bereit, diese 5 Spielbanken zu übernehmen ?

Die Details zu dem Verkauf werden natürlich intern verhandelt aber ein großes Hindernis wird die Spielbank-Abgabe sein. 

Spielbank Abgabe und Personalkosten entscheidend für Übernahme

Wenn wir vom Durchschnitts Einspiel Ergebnis ausgehen und davon ca. 50% als Spielbank-Abgabe abgeführt werden müssen, dann ist das ein gewaltiger Posten.

Diesen Posten möchte ein privater Interessent natürlich nicht gerne bezahlen. Aber auch das Thema Personalkosten wird dabei eine Rolle spielen.

Der Nachteil ist, wenn keine Spielbank-Abgabe mehr bezahlt werden muss, dass auch keine Einnahmen mehr fließen.

Von der jetzigen Einnahme profitieren die Städte, Kommunen und sozialen Einrichtungen. Da muss dann wieder das Land einspringen, wo sich dann schon die Frage nach dem Sinn stellt.

Ob bei einer möglichen Übernahme durch Gauselmann trotzdem kulturelle und soziale Projekte durch die Familienstiftung unterstützt werden oder eine Abgabe an die Städte geleistet werden, bleibt wohl bis zum endgültigen Verkauf ein Geheimnis.

So ein Verkauf oder Übernahme kann auf der einen Seite eine Chance bedeuten, aber birgt auf der anderen Seite auch ein Risiko für die Beschäftigten.

Privatisierung Westspiel Casinos gut oder schlecht ?

Niemand weiß wirklich, was eine Privatisierung für die Menschen die dort arbeiten letztlich bedeutet. Behalte ich meinen Job, verdiene ich dann weniger, das sind Fragen und Sorgen, die Mitarbeiter beschäftigen.

Hier und da gibt es auch Widerstand gegen die Privatisierung. Ob von den Städten, der Polizei, der Opposition oder den Angestellten.

Die fragen sich natürlich warum das nicht in landeseigenen Händen bleiben kann.

Jede Übernahme bedeutet auch immer neue Strukturen und an die muss man sich erst mal gewöhnen. Wichtig ist wie sozial und Mitarbeiter bezogen ein privater Eigentümer handelt.

Als sogenanntes Familien-Unternehmen, ist das der Gauselmann Gruppe und ihrem Inhaber Paul Gauselmann aber schon wichtig, glaube ich.

Persönlich habe ich Paul Gauselmann vor knapp 25 Jahren kennengelernt, das waren noch andere Zeiten.

Da ging es noch um Geldspielgeräte und Darts-Automaten in Kneipen, Gaststätten oder Imbiss-Betrieben.

Und auch der heutige Firmensitz war noch nicht in Espelkamp.

Aber er wird sich heute nicht mehr daran erinnern, weil es schon so lange her ist und er sich in den letzten 25 Jahren sein heutiges Imperium geschaffen hat.

Erfolg durch zufriedene und motivierte Mitarbeiter

Ein wesentlicher Baustein einer erfolgreichen Firma, sind die Mitarbeiter, mit denen steht oder fällt ein Unternehmen.

Geht man mit seinen Angestellten gut um dann wird sich das auch auf die Zufriedenheit und Motivation positiv auswirken.

Man muss einfach nur zuhören und offen sein für Ideen und Anregungen. Und genau das, ist das Problem unter dem derzeitigen Management von Westspiel.

Leider wird immer nur so getan, als wenn alles in Ordnung ist weil einfach zu viele Leute was zu sagen haben. (Beispiel Direktion/Stellvertreter)

Aber letztendlich wird bei einem Verkauf alles von anderen Details abhängen, nämlich den nackten Zahlen.

Und wenn man eine Spielbank-Abgabe einsparen kann, dann ist das ein enormer Gewinn den man verbuchen oder woanders einsetzen kann.

Viele befürchten das es nicht gut sein wird, wenn Gauselmann der neue Eigentümer wird, weil jeder Angst um seinen Job oder sein Gehalt hat.

Auch wenn die erste Zeit ein sogenannter Bestandsschutz greift.

Ob das aber tatsächlich berechtigt ist oder nicht, kann man jetzt noch nicht beantworten.

Man muss sich zu gegebener Zeit damit auseinander setzen.

Sicherlich wird es Umstrukturierungen geben, die meiner Meinung nach auch notwendig sind.

Es kommt aber immer darauf an, wie die Strukturen aussehen sollen und welches Ziel diese verfolgen. 

Westspiel Casinos werden verkauft

Die Landesregierung hat entschieden – Westspiel wird verkauft!

Die schlimmsten Befürchtungen der Mitarbeiter wurden gestern wahr. Nach der Demonstration am Montag wurde nun gestern am Dienstag, dem 08.05.2018 im Landeskabinett entschieden, die vier NRW Casinos Duisburg, Dortmund-Hohensyburg, Bad Oeynhausen und Aachen sowie zusätzlich die Spielbank in Bremen zu privatisieren.

Die WestSpiel-Gruppe betreibt landesweit über die Westdeutsche Spielbanken GmbH drei Spielcasinos (Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund) sowie über die Casino Duisburg GmbH & Co. KG ein viertes Spielcasino in Duisburg und zusätzlich noch die Spielbank in Bremen. Zur WestSpiel-Gruppe gehören darüber hinaus die Westdeutsche Spielcasino Service GmbH und die WestSpiel Entertainment GmbH, durch die Serviceleistungen wie zum Beispiel Gastronomieangebote oder Eventorganisationen erbracht werden.

Jetzt kommt es auf die Bedingungen und den Preis an, der gefordert wird und ob jemand bereit ist, das zu bezahlen, denn man spricht schon von ca. 500 Millionen Euro oder auch mehr. Die möglichen Kandiaten sind ja schon in diesem Beitrag erwähnt, wobei es theoretisch ja auch noch die Holland Casinos sein könnten, wenn es nicht eh schon feststeht, was ja meistens der Fall ist.

Als erstes fällt da immer der Name Gauselmann aber vielleicht wird es am Ende auch ein Konsortium aus der Gauselmann Gruppe und der Novomatic AG, falls das finanziell alleine keiner stemmen kann und möchte. So eine Konstellation besteht auch bereits schon bei der Spielbank Berlin.

Die Novomatic AG hatte in letzter Zeit schon bekundet, dass sie sich mehr um das Offline Geschäft kümmern möchte. Wegen unzureichender Regulierung haben sie sich aus dem deutschen online Geschäft zurück gezogen.


Der Staat muss nicht am Roulettetisch sitzen

Für den Verkauf ist eine europaweite Ausschreibung geplant. Aus unserer Sicht müssen weder eine Förderbank noch der Staat am Roulettetisch sitzen”, sagte Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU). Die staatliche Aufsicht über die Casinos müsse aber verstärkt werden. Die Interessen der Beschäftigten würden berücksichtigt, so Lienenkämper.

Aktuell ist alleinige Gesellschafterin des Unternehmens die landeseigene NRW.Bank, die damit auch für die Umsetzung des Verkaufsverfahrens zuständig ist. An dessen Beginn steht die Benennung eines Transaktionsberaters, im Anschluss folgt die Ausschreibung und Durchführung eines EU-weiten Bieterverfahrens. Parallel wird die Landesregierung ein Gesetzgebungsverfahren zur Änderung des nordrhein-westfälischen Spielbankgesetzes einleiten.


Spielbankabgabe soll erhalten bleiben

Der Minister sagte auch zu, die Spielbankabgabe zu erhalten. Westspiel führt bisher pro Jahr durchschnittlich rund 30 Millionen Euro Abgaben an das Land ab. Die vier Kommunen, die Standort der Spielbanken sind, erhalten davon zusammen ein Betrag von rund zehn Millionen Euro. Der Rest des Geldes fließt an die Stiftung Wohlfahrtspflege. Im Haushaltsjahr 2018 sind das rund 20,6 Millionen Euro.

Die rund 200 Kunstwerke im Besitz von Westspiel werden nicht verkauft. Die Kunst soll für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Was würde sich nach einem Verkauf ändern ?

Ich denke erstmal nicht viel, ausser dass eine Bestandsaufnahme und eine Rentabilitätsprüfung durchgeführt werden. Ein neuer Besitzer wird ja nicht Alles sofort über einen Haufen werfen, umbauen oder Sonstiges. Bis das Alles abgewickelt ist, wird es auch noch eine Zeit dauern. Das wird nach und nach passieren, wenn feststeht, wer der neue Eigentümer ist.

Was passiert mit den Mitarbeitern ?

Die wohl wichtigste und zentrale Frage, die sich im Moment wohl alle Mitarbeiter stellen ist, was passiert mit unseren Jobs. Ich kann die Mitarbeiter gut verstehen, ihre Ängste, ihre Sorgen, ihren möglichen Bestandsschutz. Aber ich glaube auch, dass man erstmal Ruhe bewahren sollte und nichts so heiss gegessen wird, wie es vielleicht diskutiert wird. Alles was neu ist und wird, bedeutet erstmal eine gewisse Veränderung und ein Gewöhnen, das muss nicht immer gleich alles schlecht sein.

Was passieren wird, da bin ich mir sicher, ist dass in der oberen Führungsebene einige Köpfe rollen werden, denn das war schon teilweise eine katastrophale Geschäftsführung. Da gehören Leute und Manager in Positionen die auch Ahnung haben und nicht nur da sitzen, ein dickes Gehalt bekommen, irgendwelche Prämien oder Boni kassieren um dann noch Fehlentscheidungen zu treffen.

Es wird sich zeigen wer zukünftig der Eigentümer ist und wie verantwortungsvoll dieser mit den Gegebenheiten und auch seinen Mitarbeitern umgehen wird.

Demonstration gegen Privatisierung Westspiel Casinos in NRW

West-Spiel Casinos in NRW sollen privatisiert werden!

Mitarbeiter Demonstration Westpiel

Bild Quelle: WDR

Dagegen haben gestern am 07.05.2018 ca.100 Mitarbeiter der Spielbank Hohensyburg vor der CDU-Zentrale in Dortmund demonstriert um ihren Ärger und ihrer Verängstigung Luft zu machen.

Die Pläne der Landesregierung, die West-Spiel Gruppe mit ihren 4 Spielbanken in NRW, Dortmund-Hohensyburg, Duisburg, Aachen und Bad Oeynhausen zu privatisieren, stoßen bei den ca.1000 Mitarbeitern auf wenig Gegenliebe. Auch in Duisburg, der Zentrale von West-Spiel und in Aachen wurde demonstriert.

Es wurde in den letzten Tagen bereits mehrfach darüber berichtet, nur leider wird es meistens nicht so dargestellt wie es in Wirklichkeit ist. In der Vergangenheit gab es ja schon einige Vorstöße, die aber jedes mal an dem Widerstand der SPD scheiterten und abgeblockt werden konnten.

Jetzt durch die neue Landesregierung mit der Koalition aus CDU und FDP ist man das Thema erneut angegangen, was nun auch umgesetzt werden soll.

Ich spare mir an dieser Stelle meine Kommentare über die Verluste, weil das zu genüge in der Presse behandelt wurde, wenn auch nicht immer richtig dargestellt. Man kann nur soviel dazu sagen, dass diese Verluste auch durch die katastrophale Führung zustande gekommen sind.

Das die Zahlen schlechter geworden sind ist klar, aber das liegt nicht nur an dem sogenannten Rauchverbot, oder dass die Leute vermehrt online spielen. Sicherlich hat auch das seinen Anteil daran aber man kann es auch schlecht vergleichen.

Es sind die vielen kleinen Dinge, die dazu beigetragen haben, dass die Besucherzahlen und auch die Einnahmen weniger geworden sind.

Jens Heshagen, der Betriebsrat der West-Spiel Gruppe kritisiert den Landesfinanzminister Lutz Lienenkemper, dass es bei allen Debatten im Landtag immer nur um die Sicherstellung der Kunstwerke in den Casinos gegangen sei und Fragen bezüglich der Mitarbeiter nicht beantwortet wurden.

Privatisierung Westspiel GruppeBild Quelle WDR

Das über die Spielbank-Abgabe 40 Millionen Euro Steuergeld in den Landeshaushalt geflossen sind, das zum Teil an die Städte und Wohlfahrtsverbände weitergegeben worden ist, geht ja fast unter.

Heute am 08.05.2018 will das Landeskabinett nun darüber beraten oder auch entschieden, ob die 4 Spielbanken in NRW in private Hände übergehen. Dazu wollen CDU und FDP einen privaten Investor suchen und den Verkauf der Spielbanken europaweit ausschreiben.

Als mögliche Kandidaten kommen eh nur die Gauselmann Gruppe, die Novomatic AG oder Casino Austria in Frage, wobei letztere ja bereits schon die Niedersachsen Casinos als Privat Investor betreiben.

Die Mitarbeiter haben natürlich große Angst davor, dass sich durch einen privaten Investor und Eigentümer alles ändert und da wird in erster Linie der Name Gauselmann genannt.

Als Gönner der FDP bekannt und diese mit zahlreichen Spenden bedacht, hat die Gauselmann Gruppe bereits Interesse bekundet und dadurch auch gute Chancen als privater Investor das Rennen zu machen auch wenn es europaweit ausgeschrieben wird.

Trotzdem muss man erstmal die Entscheidung der Landesregierung abwarten und solange keine Zahlen und weitere Details auf dem Tisch liegen, wird sich auch keiner der möglichen Beteiligten dazu äußern.

Das Schlimme daran ist, dass es wieder nur um das Geld geht und Mitarbeiter, die ein Unternehmen ausmachen, auf der Strecke bleiben oder womöglich mit schlechteren Bedingungen leben müssen.