Trotz Milliardenhilfe vom Staat plant die Lufthansa Stellenstreichungen von über 22.000 Mitarbeitern. Im Zuge der Coronakrise sind viele Unternehmen von der wirtschaftlichen Situation betroffen. Ob groß oder klein, jeder hat damit zu kämpfen. Die Kleinen, Selbstständigen oder Einzelunternehmer sind davon mehr betroffen als die großen Konzerne.

Da beantragt ein großes Unternehmen wie die Lufthansa Staatshilfen weil die meisten Maschinen ihrer Flugzeugflotte zwangsläufig am Boden sind. Es spricht auch nichts dagegen, wenn der Staat bei manchen Unternehmen Hilfen in Milliardenhöhe gewährt. Was die Politik in diesem Fall aber versäumt hat ist, Bedingungen für die Hilfen zu stellen.

Milliarden Hilfen ohne Bedingungen

Über den Grund kann man sicherlich spekulieren. Entweder will man nicht in eine Unternehmensstruktur eingreifen oder man hat es schlichtweg und fahrlässig versäumt Bedingungen zu stellen. Anstatt die Hilfe an eine Arbeitsplatz Garantie zu koppeln, lässt man diesen Konzern einfach gewähren. Das rächt sich jetzt, in dem hier über Stellenabbau gesprochen wird.

Da wollen die Piloten auf 45% ihres Gehaltes verzichten um ihren Beitrag in der Krise zu leisten und das Unternehmen zu unterstützen. Und auch das Kabinen-Personal wäre bereit auf Lohn zu verzichten. Aber was macht das Unternehmen ? Es bringt das Thema Stellenabbau in Spiel.

Unfassbar und immer wieder das Gleiche – Kommt ein Unternehmen in Schwierigkeiten (durch was auch immer), sind es immer die Mitarbeiter und Angestellten, die auf Teile ihres Gehaltes verzichten um ihrem Unternehmen zu helfen.

Und was ist der Dank dafür ? Die Vorstände kassieren weiterhin Millionen Gehälter und um das zu sichern, muss eben an anderer Stelle eingespart werden, nämlich bei den Mitarbeitern.

Das ist eine Firmenpolitik die echt zum kotzen ist. Also wofür die Milliarden Hilfen ? Die Lufthansa hatte sich eh schon geweigert Bedingungen zu akzeptieren.

Letztlich musste sie lediglich 24 Start- und Landerechte an die Konkurrenz abgeben, keine Arbeitsplatz Garantie, nichts. 

Das zeigt einmal mehr, was das für eine Firmenphilosophie ist. Auf dem Papier ist das alles wunderbar beschrieben, wie verantwortungsbewusst und fürsorglich damit umgeht aber in Wirklichkeit sieht das anders aus.

Natürlich ist das Geschäft der Lufthansa von Faktoren abhängig die der Coronakrise geschuldet sind und klar ist auch das es ohne diese Hilfen um viel mehr Arbeitsplätze gehen würde. Die Einzigen, die nicht davon betroffen sind, ist der Vorstand. Die brauchen sich um ihre Bezahlung oder möglichen neuen Arbeitsplätze keine Sorgen machen.

Das Vorstände überhaupt Millionen Gehälter bekommen ist ein Witz, das Gleiche gilt aber auch beispielsweise für die Wahnsinns Gehälter und Transfers beim Fußball.

Wenn der Staat Unternehmen finanziell unter die Arme greift oder Bürgschaften erteilt, dann sollte man auch klare Bedingungen stellen. Man sollte die Unternehmen dazu verpflichten Bedingungen zu akzeptieren, wenn sie Staatshilfen beantragen. In diesem Fall ein klares Versagen vom Staat und den Verhandlungspartnern.

Lufthansa

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